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Samstag, 19. November 2011

Papa? Woher kommen die schlechten Lehrer?

Yo,
die allermeisten von uns waren auf der Schule und nur die wenigsten waren wahrscheinlich vom Phänomen "Scheiß Lehrer!" nicht betroffen. Ich rede nicht von den Lehrern, bei denen man einfach schlecht war und es auf die Lehrer geschoben hat. Denn seien wir mal ehrlich: Als pubertierender Schüler schiebt man nur zu gerne die Schuld von sich. Wer kommt in dem Alter schon auf die Idee, dass Fleiß, Konzentration und Motivation in der Schule zählen? Ich weiß, dass ich gerade generalisiere und, dass es durchaus eine Menge von Faktoren gibt, die den schulischen Erfolg behindern, obwohl Fleiß, Konzentration und Motivation vorhanden sind. Schwieriges soziales Milieu, finanzielle Not, Krankheit - es gibt genug Dinge, die unserem Erfolg im Weg stehen, ohne dass wir etwas dafür können. 

Doch nehmen wir einfach mal an dieser Stelle an ihr hättet keine krassen Probleme, seid fleißig usw. und bekommt trotzdem nur mittelmäßige oder sogar schlechte Noten, weil ihr bei den Lehrern nichts versteht. Denken wir mal halb-wissenschaftlich darüber nach, ergeben sich an der Stelle zwei mögliche Problemquellen. Entweder ihr seid das Problem, weil ihr geistig noch nicht bereit für so harten Schulstoff seid (was ich übrigens für Schwachsinn halte, weil die Lehrer im Studium für so eine Einschätzungsleistung nicht mal im Geringsten vorbereitet werden) oder der Lehrer/die Lehrerin ist das Problem. Lange Rede kurzer Sinn: Ich will euch ein paar Punkte liefern, die meiner Meinung nach Grund dafür sind, wieso es dieses Phänomen "schlechte Lehrer/innen" gibt. 

  1. Individuelles Problem: Menschen lernen nicht alle gleich und man kann von verschiedenen Lerntypen sprechen. Beispielsweise kann man grob von denen sprechen, die Frontalunterricht gar nicht leiden können und beim interaktiven Unterricht mit viel mündlicher Beteiligung besser lernen und eben denen, die es umgekehrt lieber mögen. Wenn ihr einfach nicht mit dem Lehrstil klarkommt, könnt ihr euch ja mit anderen zusammenschließen und herausfinden, ob es nur euch so geht. Wenn ein großer Teil der Klassengemeinschaft nicht damit klarkommt, könnt ihr es dem Lehrer/der Lehrerin schildern und Wünsche äußern. Wenn es ein halbwegs zu gebrauchender Pädagoge/Pädagogin ist, wird er/sie die Herangehensweise nochmal überdenken.
  2. Mangelhafte Ausbildung: Es ist kein Geheimnis, dass das Studium zum Lehramt bezüglich Praxiserfahrungen eher dürftig ausfällt. Klar, das Referendariat ist dazu da jungen, angehenden Lehrern Berufspraxis anzubieten. Viel zu spät, meiner Meinung nach. Stelle man sich nun vor der Referendar oder die Referendarin stellt sich als eine absolute Null heraus, absolut unfähig sich vor einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen zu behaupten. Es ist nur schwer möglich solche Fälle durchfallen zu lassen. Ein/e Lehramtstudent/in, welche/r so weit gekommen ist, kann nun mal nichts anderes machen! Das Lehramtstudium ist lediglich auf den Lehrerberuf zugeschnitten und erlaubt kaum Ausweichmöglichkeiten. Soll man es ihm/ihr im 8. oder 9. Semester etwa zumuten nochmal ein neues Studium zu beginnen? Ich rede bewusst von einem Extremfall, aber selbst wenn es nur zu weniger ausgeprägten - nennen wir es mal - Defiziten in der Berufseignung kommt... die Bedenken wären trotzdem von Seiten der Verantwortlichen da. Kurz: Mehr Praxis im Studium und der/die Student/in hat schneller die Möglichkeit zu merken, dass es nichts für ihn/sie ist. Gleichzeitig ist jedoch auch zu erwähnen, dass es auch Aufgabe der Universitäten ist auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. Wenn der Lehrer etwa nicht mehr nur Lehrer sondern auch zunehmend Sozialarbeiter sein wird, dann muss ein Student auch auf diese Veränderung im Berufsbild vorbereitet werden.
  3. "Plan B - Lehrer": Es ist durchaus üblich, dass es innerhalb der ersten Semestern zu Studiengangwechseln kommt. Man hat etwa festgestellt, dass das bisherige Fach nichts für einen ist, dass die Uni einem nicht gefällt oder andere Gründe. Es ist jedoch für mich persönlich erschreckend festzustellen, dass viele Grübler und Zweifler das Lehramt erwägen. Ich will hier auf keinen Fall den Vorzeigepädagogen raushängen lassen, aber ich bin einfach der Meinung, dass der Beruf des Lehrers auf keinen Fall als Plan B ausgeübt werden darf. Man kann gewiss sagen "Ich wollte eigentlich Architekt werden, aber das war mir zu schwer - also wurde ich Dachdecker". Aber doch nicht "Ich wollte eigentlich Physiker werden, aber das war mir zu schwer - also werde ich Physiklehrer" ! In einem Beruf, in dem man mit so vielen Menschenleben und deren Zukünften zu tun und so viel Verantwortung hat, ist eine halbherzige Arbeit fatal! Für beide Seiten. Lustlose Lehrer sind einer der schlimmsten Sachen, die einem Schüler wiederfahren kann, finde ich. Es ist eine Einstellungssache, eine Sache in den Köpfen der Schüler und Studenten, die geändert werden muss. Das "Plan B: Lehrer - Denken" sollte mal ernsthaft problematisiert werden, da wir aufgrund des demografischen Wandels in Zukunft weniger Lehrer benötigen werden und daher einen Ansturm auf diesen Berufszweig verhindern können.
Zuletzt ist es wohl noch zu erwähnen, dass ich auch erst im 3. Semester und noch nicht im vollen Umfang über die Lehrerausbildung informiert bin. Es ist nur mein erster Eindruck und auch erster Versuch einer Problemanalyse. In den kommenden Semestern werden hoffentlich noch mehr Erkenntnisse zu diesem Thema folgen. Ich freu mich aufs Studieren : )

Tschösen
horst

Dienstag, 20. September 2011

Gute Musik

___________________________________________________________________________

Hello how are you?
Like your shoes, love your hair.
Hello how are you?
Love that shirt, you look great.
Hello how are you miss you so?
It’s nice to see ya.
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Donnerstag, 15. September 2011

Fragen, die mich spontan interessieren würden.


Wenn es künstliche Intelligenz geben würde, was unterscheidet "die" dann von uns Menschen?

Glaubt ihr es wäre eine gute Idee mit Tieren reden zu können?

Ist dieses "neo-liberale" Wirtschaftssystem alternativlos? 

Warum darf es die Formel 1 geben, während Afrikaner in den Büschen ihr Essen mit Kerosin kochen?

Was ist eigentlich diese String-Theorie?

Gibt es in der Mathematik Forschungsfortschritte?

Wo ist meine schwarze Krawatte hin?

Wieso fiel mir erst letztens auf, dass man sich unendlich "halbtot lachen" kann (und nicht 2x)?

Wozu ist Schlaf da?

Was ist schlimmer - keine Bildung oder Halb-Bildung? 

Alle reden von den Schulden, die unsere Nachkommen abbezahlen müssen. Warum sie und nicht wir?

Meinen es diese Kreationisten wirklich ernst?

Wieso haben die Zeugen Jehovas noch nie bei mir angeklopft?

Gab es zuerst die Zahlen oder die Menschen?



Will mir jemand ein paar Antworten liefern? : )







horst

Dienstag, 13. September 2011

Kurzgeschichte

Hey Leute,
hatte mal wieder Bock auf Schreibarbeit. Das Resultat seht ihr nun.
Hat das Ding Potenzial für was Größeres oder soll es bei einer Kurzgeschichte bleiben? Bin unschlüssig T_T
Feedback erwünscht : )

Dabei begann es gar nicht wie eins dieser typischen „Er hat mich verarscht!“- Geschichten. Ich saß mit meinen Freundinnen im Park, wir unterhielten uns wie üblich über den aktuellen Tratsch auf der Schule, über Klamotten, über unsere Pläne nach dem Abi. Ich möchte fast sagen, es war ein ganz normaler Nachmittag, den ein paar Freundinnen bei Sonnenschein auf einer grünen Wiese verbrachten, bis mich dieser Fußball traf. Kennt ihr diese Jahrmärkte mit diesen Schießbuden und diesen Blechfiguren, die Zack! Umfallen, wenn man sie traf? So ungefähr muss es bei mir ausgesehen haben. Mir drehte sich alles, als ich es schaffte meinen Kopf vom Gras hochzustemmen und ich sah in die Gesichter meiner Freundinnen die zwischen berechtigter Sorge und, wie ich zu dem Zeitpunkt fand, völlig unangebrachten Lachen schwankten. Eine von ihnen, von Natur aus temperamentvoll – um nicht zu sagen aggressiv – schaute wütend durch die Gegend um einen Schuldigen zu finden. Obwohl Frauen und Fußball klischeegemäß eher mäßig miteinander harmonierten – Fußbälle fliegen nicht einfach so gegen Mädchenköpfe. So viel wussten wir noch. Mein Blick war noch nicht ganz klar, doch ich sah etwas angelaufen. Ich machte mich geistig dafür bereit denjenigen anzuschnauzen. Doch was ich sah, Achtung Kitsch!, ließ meine am Boden liegenden Knie nur noch mehr zu Pudding werden und der Wunsch dem Schuldigen ein „Was soll der Scheiß, du Arschloch?“ um die Ohren zu werfen, verwandelte sich in ein „Wie ist dein Name und bist du vergeben?“.
„Hey, tut mir voll Leid! War echt keine Absicht, der Ball ist mir einfach versprungen und joa..“, stammelte der blonde Junge. „Ja ich hoffe für dich, dass es dir Leid tut!“, war die bissige Antwort der aggressiven, ich meinte temperamentvollen, Freundin. „Geht's ihr gut? Sie schaut so komisch.“, war seine zurückhaltende Antwort. „Hallo? Alles okay? Der Schuss war doch gar nicht so hart...“, war sein erster Satz zu mir. Ich gab ihm einen Box in den Arm, als er sich zu mir herunterbeugte und sagte, unfähig ihn anzuschauen: „Trotzdem hat's voll wehgetan.“ Er schrie kurz auf und rieb sich an seiner verletzten Stelle. Meine Freundinnen lachten. Plötzlich setzte er sich zu mir runter, kramte in seiner Hosentasche herum und drückte mir etwas in die Hand. „Tut mir Leid. Hoffe das lindert den Schmerz ein wenig.“ Er sagte noch irgendwas zu uns allen, bevor er sich verabschiedete. Ich hörte nicht mehr zu, ich war zu sehr damit beschäftigt dieses Ding in meiner Hand zu betrachten. Es war ein Pflaster. Er hat mir einen Ball gegen den Kopf geschossen und alles was ich kriegte war ein Pflaster?! Was für ein Idiot. 

Einen schönen September wünsch ich
horst 

Dienstag, 24. Mai 2011

Ist der Finger oben, wird man dich loben

Hellooo!

In meinen letzten Uniwochen habe ich mich ausgiebig mit dem Begriff "Bildung" auseinandergesetzt und festgestellt, dass dieses Wort ziemlich unklar, unscharf und interessant ist. Kennt ihr das? Es gibt in unserem Sprachgebrauch einfach eine Fülle an Wörtern, deren Definitionen wir eigentlich gar nicht kennen. Versucht mal Freiheit in wenigen Sätzen zu definieren. Oder Licht. Kultur. Wenn ihr gut seid, definiert mal Definition : D

Aber gut, ich wollte eigentlich auf den Begriff Bildung kommen. Beispielsweise habe ich im Studium festgestellt, dass Bildung etwas mit Menschenverständnis hat. Wenn ich mir nun die Frage stelle, wohin solle die Bildung gehen, kommen wir schon zu einem großen Problemfeld. Ja, wohin? Am Anfang haben wir einen Menschen und am Ende des Bildungsprozesses soll ebenfalls ein Mensch rauskommen. Was unterscheidet den Menschen am Anfang des Prozesses von dem am ende? Oder ist der Mensch am Anfang eigentlich gar kein Mensch? Was macht den Menschen also aus? Was ist der Mensch?

Ihr merkt, dieses Wort Bildung hat es faustdick hinter den Ohren. 
Stellt diese Frage doch mal euren Lehrern/Lehrerinnen. Meiner Meinung nach sind sie erst Pädagogen, wenn sie für sich eine Antwort drauf gefunden haben. Bildungsbeauftragte in einer Bildungsinstitution sollten das doch eigentlich wissen oder?
Die Antworten würden mich sehr interessieren : )

Bye bye
horst

Mittwoch, 20. April 2011

Horrorfilm...traum.. O_O

Jagshemash, how are you?
Ich habe gestern Nacht etwas sehr krasses geträumt… ich erinnere mich eigentlich selten an Träume und wenn, dann sind es meist komische bis lustige Träume. Häufig tauchen Freunde oder Bekannte auf, mit denen ich in den vergangenen Tagen Kontakt hatte. Aber dieser Traum war überhaupt nicht komisch oder lustig – es war ein Alptraum T__T
Ich habe so gut wie nie Alpträume, spontan fällt mir gar nicht ein, wann ich zuletzt einen Alptraum hatte. Aufgrund des Seltenheitswerts erzähle ich also folgend wie mein Alptraum (Ach was laber ich Alptraum; es war ein Horrorfilm…traum!)  ungefähr war:

Es spielte sich auf jeden Fall bei mir zu Hause ab. Ich unterhielt mich mit meinem Vater (ich vermute es mal, dass er es war – bin mir aber nicht so sicher xD) und wir lachten über irgendetwas. Er saß dabei auf einer Couch während ich vor ihm stand. Plötzlich veränderte sich die Atmosphäre und er fing an zu würgen. Überrascht, aber stumm, verfolgte ich dann das befremdliche Schauspiel. Mein Vater würgte weiter und auf einmal war etwas aus seinem Mund zu sehen. Er öffnete seinen Mund nach oben in meine Richtung und ich bemerkte, wie sich etwas in seinem Mund bewegte – es war aber nicht seine Zunge, sondern etwas Kleineres. Das kleine etwas vermehrte sich zu fünf kleinen etwas. Mir wurde langsam bewusst, dass es eine kleine Hand war. Unfähig etwas zu sagen oder etwas zu tun, konnte ich nur beobachten, wie aus der kleinen Hand zwei Hände wurden. Etwas versuchte da aus seinem Hals empor zu klettern, etwas kleines, aber menschliches. Ein kleiner Kopf, rot, blutig, ohne Haare, so groß wie meine Faust war nun im Rachen meines immer noch würgenden Vaters zu sehen. Nach und nach erkannte ich, dass ein embryonenhaftes Etwas sich da langsam aber sich aus dem Maul befreite. Die Augen waren zu. Als auch die Beine zu sehen waren, beugte sich mein Vater nach vorne und mit Bestürzen musste ich mich dabei beobachten, wie ich dieses Ding mit meinen Händen auffing. Der Teil von mir, der anscheinend den Beobachter spielt, rief im Repeatmodus „OMGOMGOMGOMGOMG“ doch es half nichts. Ich hielt also dieses klebrige, blutige Häufchen Mensch in meinen Händen. Es kauerte sich dann in meinen Händen zusammen und es folgt ein Sprung.

Ich habe keine Ahnung was in der Zwischenzeit passiert ist, aber ich habe es irgendwie geschafft mir die Nabelschnur an meinen Körper (vermutlich Bauch, ich weiß nicht mehr) zu befestigen. Wenigstens hat sich hier eine komische bis lustige Stelle gefunden :D
Nichtsdestotrotz befand sich dieser Embryo noch auf meinen beiden Handflächen und ich stand im Badezimmer. Noch immer war innerlich „OMG! WTF!“ zu vernehmen, doch um den, der das rumschreit kümmert  sich ja keiner. Ich beobachtete mich also dabei wie ich meine Mutter, die dabei war die Wäsche in die Waschmaschine zu tun, fragte, was ich mit dem Ding da machen soll. Vor lauter Aufregung, Angst, Panik, Ekel oder einfach nur Ungeschicklichkeit ließ ich das Teil dann fallen. Doch so heldenhaft wie ich anscheinend war, versuchte ich das gruselige Ding aufzufangen. Statt es jedoch wieder mit meinen Handflächen aufzufangen, hielt ich es wohl für schlauer an der Nabelschnur zu ziehen, weil der Embryo ja daran befestigt war. Lustigerweise erwartete ich sogar einen Jojo-Effekt, sodass ich mich doch sehr wundern musste, als sich ein Teil des Körpers beim starken Zug nach oben löste. Ihr lest richtig – ich habe in meinem Traum mit ansehen dürfen, wie sich ein Embryonenkörper in seine Einzelteile auflöst. Teile des Gehirns, Innereien – ich wusste gar nicht so genau was diese kleinen Dinger waren, die sich da vom Rest des Körpers verabschiedeten und blutig auf dem Boden lagen. Ich wusste nur, dass an der Nabelschnur nur noch ein bisschen Bauch und ein bisschen weißes Knorpeliges hingen, das  ich für die Wirbelsäule hielt.  Die Stimme, die bisher seit dem ersten Würgereiz meines Vaters permanent „OMGOMGOMGOMG“ schrie, sagte abschließend nur
„Alles klar, das war’s – ich bin traumatisiert.“
Dann wachte ich auf und musste feststellen, dass ich tatsächlich traumatisiert war.

Ganz im Ernst, das ist doch kein Spaß mehr o_O Wer mich kennt, weiß, dass ich bissel doof im Kopp sein kann, aber Embryo, das aus dem Mund klettert?!
Ist jemand bewandert in Pseudo-Traumdeutung? Wenn ja – was hat dieser Traum zu bedeuten? Ich mach mir Sorgen um mich ;__;
 Und nein, ich nehme keine Drogen.

Mittwoch, 6. April 2011

Dedicated to Prof. Harald Lesch

Yo Fellas,
heute stell ich euch einen großen Mann vor, der sich nun in der Halle meiner inspirierenden Personen rühmen darf: Prof. Harald Lesch!

Wer ist das?
Prof. Harald Lesch ist ein deutscher Astrophysiker, Naturphilosoph und vor allem so ziemlich der medienwirksamste Wissenschaftler unserer Zeit. Er ist bekannt aus Wissenschaftssendungen wie „Alpha Centauri“ oder „Abenteuer Forschung“, in denen er relativ komplexe Themen innerhalb kurzer Zeit dem Zuschauer zu erklären versucht.

Was ist an ihm so besonders?
Ich finde Prof. Harald Lesch einfach toll, weil er es tatsächlich schafft abstrakte Themen für einen Normalsterblichen verständlich zu erklären. Man muss beispielsweise nicht viel Ahnung von Physik haben, um von ihm verklickert zu bekommen, was ein schwarzes Loch im Grunde genommen ist oder wie man sich die Relativitätstheorie konkret vorstellen kann.  Ich bewundere seine Fähigkeit gut erklären zu können, Themen interessant zu verpacken und vor allem seine mediale Präsenz.
Mein persönlicher Favorit unter seinen Fernsehauftritten will ich euch hier liefern. Man beachte die Dialoge zwischen ihm und Frau Zietlow, welche u.a. für Sendungen wie „Der große deutsche IQ-Test“ bekannt ist. ; )








Wo trifft man in den Medien heutzutage sonst auf Physiker oder Philosophen? Spontan fallen mir da nur Nachrichtensendungen ein, die von einem „Experten“ auch den wissenschaftlichen Segen ihrer Berichterstattung bekommen wollen.  Aber ein Wissenschaftler, der außerhalb von Schule und Uni daran bestrebt ist die Kluft zwischen Fachwissenschaft und Bürgerschaft zu verkleinern, ist wahrscheinlich selten.

Denn eigentlich ist es schade, dass man im Alltag wenig Platz für tiefgründige Themen findet. Warum ist es denn uncool mit Freunden über Physik statt über Fußball zu reden? Gibt es da sinnvolle Gründe? Mir fallen jedenfalls keine ein.
Ich finde es schade, dass die Wissenschaft zwar von außen gepriesen, aber im Detail verpönt wird. Dass 3D Kino eine Klasse Sache ist, davon sind viele überzeugt - aber wie das dreidimensionale Bild in unseren Kopf kommt, darüber wollen sich nur die wenigsten Kinobegeisterten den Kopf zerbrechen. Ich könnte noch viele Beispiele bringe,  doch sie alle Zielen auf eines: eine Diskrepanz zwischen Bürgertum und Wissenschaft. Wie sonst könnte man die fernseherische Verbannung von Wissenschafts – und Politsendungen auf unmenschliche Sendezeiten bewerten? Es scheint mir, als ob man aufhört zu staunen. Sich für wissenschaftliche Sachen zu begeistern ist wohl uncool.
Darum ist es von Prof. Harald Lesch so cool, diese Diskrepanz, diese Distanz zu verkleinern und eben dieses natürliche Staunen wieder cool zu machen. Sich zu fragen, was die Erde im Innersten zusammenhält, ist meiner Meinung nach natürlich. Atmen ist auch natürlich. Ist Atmen jetzt uncool?

Tschömitö
horst

Donnerstag, 24. März 2011

Horst feat. Furby - Pilot

Hey Leute,
heute stelle ich eine kleine Premiere bzw. ein kleines Experiment vor.
Ihr kennt Szenarien wie Flugzeugabschuss, Gentechnik, Gläserner Mensch usw. Ethische Baustellen, deren Zeitpunkt und Art der Fertigstellung  ungewiss sind. Mein Homie Furby und ich hab eine weitere Baustelle gefunden und uns gefragt, wie wir es konsumentenfreundlich verpackt an den Leser bringen können. Wir wissen, dass es nicht weltbewegend ist, aber mir persönlich ist der Gedanke der Organspende von Todeskandidaten (und somit habe ich das Thema des Posts verraten) noch nie in den Sinn gekommen.
Einen Versuch davon seht ihr nun:

FurBy            :
*Hey Horst, gestern lief'n guter Streifen im TV, The Green Mile, kennste den?
Horst:
Nee, klingt nach einer Mischung aus Green Hornet und 8 Mile. Worüber gehts da?
                 FurBy            :
*Haha, ne ich muss dich enttäuschen. Richtiges Entertainment ist das net. Da geht's um die Todesstrafe, und das Leben der Häftlinge im Gefängnis.
*Solltest du dir unbedingt mal anschauen!
Horst:
*Ah okay, klingt interessant. Todesstrafe ist ja eh so ein Ding...
*Werd ich mir bei Gelegenheit anschauen.
                 FurBy            :
*Der Film hat mich schon zum Nachdenken gebracht. Die Todesstrafe war ja schon immer ein heikles Thema, aber in dem Film werden wirklich auch andere Seiten aufgezeigt.
Horst :
*Ach so? Die wären?
                 FurBy             :
*Ja, da wären zum Beispiel die Umstände im Gefängnis. Viele Häftlinge werden von den Wärtern schikaniert, oder drehen durch. Sie werden wie der letzte Dreck behandelt.
                *Und andere erhoffen sich inständig die Erlösung, weil sie es nicht mehr aushalten.
Horst sagt (00:13):
*Krass.. und wie siehst du es? Biste also gegen die Todesstrafe?
*Weil die Inhaftierung an sich klingt ja schon beinahe schlimmer als der Tod selbst.
                 FurBy             :
*Ich weiß nicht, es war zwar nur ein Film, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es dort wirklich so zugeht. Immerhin sind die Häftlinge auch nur Menschen, vielleicht zeigen sie auch Reue im Laufe der Zeit ... Aber das interessiert keinen mehr, verständlicher Weise. Was hilft es den Menschen dort draußen, wenn man sie hinrichtet?
Horst :
*Außer den Rachegelüsten der Angehörigen des Opfers, wenn man jetzt beispielsweise vom Fall eines Mörders ausgeht, hilft es keinem, da hast du recht. Obwohl ich auch letztens von der Option gelesen habe, dass Todeskandidaten theoretisch ihre Organe spenden könnten, um wenigstens noch mit ihrem Tod etwas Gutes tun zu können.

                 FurBy             :
*Mörder als Organspender? Wie soll man das verstehen? Erhoffen die sich wirklich, dass ihre Taten durch das Spenden von Organen relativiert werden, oder wie?
Horst sagt:
*Nein, so ist das nicht gemeint. Die Häftlinge erhoffen sich dadurch ironischerweise den sofortigen Vollzug ihrer Strafe, also den Tod. Die Warterei auf die Hinrichtung scheint eine Qual zu sein.
Außerdem halte ich die Idee für gar nicht schlecht, weil sie mit den Organen wirklich helfen könnten. Wenn es ein vollkommen gesunder Körper ist, könnte man mit einem Tod ganze Acht Leben retten, habe ich gelesen.
                 FurBy             :
*Ja, ich kann mir wie gesagt durchaus vorstellen, dass die Wartezeit Qualvoll ist, aber immerhin haben die Häftlinge gemordet. Sie haben fremdes Leben ausgelöscht. Die Konsequenzen waren jedoch im Vorhinein klar, und damit hätten sie rechnen müssen, als sie tätig wurden! Und was ist mit den Spendenempfängern? Ich weiß, das wird alles anonym abgewickelt, aber allein schon der Gedanke, dass in mir ein Organ eines Schwerverbrechers stecken könnte. Ich weiß nicht, das würde mich schon ziemlich fertig machen.
Horst sagt :
*Die Voraussetzung dafür, dass du dir solche Gedanken machen kannst, wäre die, dass du überhaupt lebst. "Damit musst du leben" ist also das Motto, wenn auch hart ausgedrückt. Entweder musst du mit dieser Tatsache leben oder du lebst überhaupt nicht.
Außerdem ist es auch irgendwo Verschwendung, wenn man gesunde Organe wegwirft. Es gibt so viele Menschen da draußen, die auf Spenderorgane warten und sie nicht bekommen.
                 FurBy            :
*Ja, aber diese psychische Belastung ist halt auch nicht ohne. Mal ganz abgesehen davon, du sprichst die ganze Zeit von gesunden Organen. Werden die Organe net durch die Giftspritze, oder den elektrischen Stuhl zu sehr geschädigt?
Horst :
*Also zunächst bezweifle ich, dass es heutzutage in Ländern wie China oder USA, die für ihre hohen Hinrichtungszahlen bekannt sind, noch elektrische Stühle gibt.
Aber die Giftspritze ist definitiv ein Argument. Man könnte diese Schädigung jedoch mit anderen Hinrichtungsmethoden umgehen. Beispielsweise im Koma die Organe entnehmen. Gut, ich weiß nicht, ob Ärzte da mitspielen würden. Sie sind ja schließlich nicht dafür ausgebildet worden, lebenden Menschen ihre Organe zu nehmen und sie sterben zu lassen. Erschießen dürfte auch schwierig durchzusetzen sein...
*Trotzdem ist es doch eine Option dem Täter eine Form von Reue oder "Wiedergutmachung" zu ermöglichen. Da muss doch in der Praxis irgendein Umweg gefunden werden können, was den Hingerichteten sowohl einen schmerzfreien Tod ermöglicht und trotzdem die Organe nicht ruiniert.
                 FurBy            :
*Einem noch lebenden Menschen die Organe entnehmen? Das erinnert mich an uralte Hinrichtungsmethoden wie das Ausweiden, was nur durch das Koma "humaner" gemacht werden würde. Spätestens aber, wenn der Begriff "Hippokratischer Eid" fällt, kann man diese Option vergessen. Ärzte verpflichten sich Leben zu retten, und zwar jedes. Wenn man nun Ärzte für Hinrichtungen missbraucht, dann stellt das einen der ältesten ärztlichen Grundsätze in Frage!
               *Was ich aber noch für wichtiger halte: Besteht nicht die Gefahr eines Missbrauchs der Todesstrafe? Stell dir mal vor die Organspende von Verbrechern wäre allgemein anerkannt. Könnte die Justiz nicht auf die Idee kommen, willkürlicher mit der Vergabe von Todesstrafen umzugehen?
               *Oder noch schlimmer: In Amerika gehören Geschworene zu jeder Verhandlung dazu. Und diese sind viel leichter durch sowas zu beeinflussen.
Horst:
*Ich weiß nicht, wir sind schon ziemlich weit im Gedankenexperiment. Ausschließen kann ich es nicht. Die Moral von Amerikanern ist mit unserer ja nicht gerade absolut konform.
Dennoch ist es insgesamt eine Verschwendung, wenn man sich vorstellt, wie vielen Menschen damit geholfen werden könnte. Nur spricht die Praxis zu sehr dagegen.. glaubst du, da könnte noch eine Lösung gefunden werden?
                 FurBy            :
*Hmm, wissenschaftlich bzw. methodisch bestimmt, aber ob es moralisch so durchsetzbar sein wird wage ich zu bezweifeln.
Horst:
*Na dann sieht es wohl ganz nach einem ethischen Dilemma aus.


Auch  nachzulesen auf:

Was haltet ihr nun von diesem Experiment? Findet ihr die Dialogform gut? War die Thematik interessant? Und vor allem: Sollen wir die Furby-Horst-Kooperation fortsetzen?
Wir freuen uns über jede Kritik und Anregung.
Kommentare zur Thematik sind natürlich ebenso willkommen : )

Haut Ryan (Falls du es liest: Nichts für Ungut Digga xD)
horst und Furby

Sonntag, 20. März 2011

Pray, hope and donate

Moin,
den folgenden Blogpost widme ich dem momentanen Weltgeschehen.

Weit ausholen brauche ich ja nicht, wir alle wissen mehr oder weniger was in Japan los ist. Erdbeben, Tsunami und der eventuelle atomare Super-GAU. Die Welt schien erstarrt, in den Medien sah man nichts anderes, überall wird darüber geredet. So weit so schlecht.
Doch nun das Spannende: Nach einer Zeit entwickelte ich ein komisches Gefühl: Ich fühlte mich genervt. Genervt, weil ich überall mit diesen Infos, diesen Bildern, diesen Kommentaren zugeballert werde. Facebook, Zeitungen, Fernsehen, Radio – fast überall war das Leid zu hören, zu sehen und fast schon zu fühlen. Es nervte mich, dass das Leid einen fast schon inflationären Wert bekommt, weil ich mich so oft damit auseinandersetzen muss. In Anbetracht der Tatsache, dass Tausende von Menschen starben, Millionen um ihr Leben bangen und Milliarden in der Welt mit ihnen bangen, ist ein Gefühl des Genervtseins eigentlich unpassend, um es milde auszudrücken. Vielleicht einfach eine unmoralisch wirkende psychologische Schutzreaktion?
Aber ich habe von ein paar gelesen, dass sie ähnlicher Meinung bzw. ein ähnliches Gefühl verspüren. Schön, dass ich nicht der Einzige bin : )

Besser formuliert hat es folgender Artikel, der eigentlich primär die jüngsten Geschehnisse im arabischen Raum kommentiert. Traurigerweise haben wir nun einen zweiten Bezugspunkt.

Eine interessante Stelle des Artikels möchte ich hier zitieren:
„Es mag sich zwar irgendwie richtig anfühlen, Solidarität mit der arabischen Jugend im Netz zeigen, indem man unterstützende Worte irgendwo hinschreibt. Aber es hat viel davon, jemandem in einem brennenden Haus freundlich zuzuwinken.“

Ähnlich lässt es sich auf Japan übertragen. Pray for Japen, Hope for Japan und wie die Slogans alle heißen; Es ist nichts Falsches dran, sich dieser Bewegung anzuschließen. Doch frage ich mich, ob jene Menschen, die dies bei Facebook schrieben auch dazu bereit sind eine andere Art von Hilfe zu Leisten. Ich denke dabei beispielsweise an Spenden. Vielleicht sollte der neue Slogan „Donate for Japan“ heißen, denn bei allem Respekt -  Beten und Hoffen wärmen nicht so sehr wie eine Decke.

Ein anderes Thema sollte auch noch angesprochen werden. Es scheint, als ob es Menschen gibt, die das Erdbeben mit einer Art Racheaktion für Pearl Harbor vergleichen. Die Kommentare, mitsamt Name und Bild der Verfasser, kursieren momentan im Internet herum. Es sind Kommentare, die bei vielen einfach nur auf Unverständnis und Wut stoßen. Wie kann man eine solche Katastrophe gutheißen?
Auch dazu habe ich einen SpiegelOnline-Artikel, der die Situation ziemlich gut beschreibt. Meiner Meinung nach im Ton viel zu diplomatisch, aber für ein Zeitungskommentar angemessen:

Am Ende stellt sich uns die Frage: Was bedeutet das Ganze für uns? Welche Entschlüsse können wir ziehen? Was können wir daraus lernen?
Meine Vorschläge:
So philosophisch angehaucht wie ich bin gibt es zunächst Konsequenz a):
Ethik in der Wissenschaft. Ein Gespenst, oft ignoriert, doch präsent… mehr oder weniger. Ethik ist ein zentrales Thema in der Atompolitik. Die angestoßene Debatte über Atompolitik ist im Kern (Wortspiel, aber zu ernstes Thema um drüber zu lachen T_T) nichts anderes als Ethik.
Aber auch Ethik von Seiten der Verantwortlichen dieser Kraftwerke: Es scheint, als ob Japans Vorstand Berichte gefälscht haben soll. Vertuscht, klein geredet. Ethisch unverantwortlich und schlichtweg falsch.
Konsequenz b): Wie können wir in der Zukunft ähnliches verhindern oder zumindest lindern? Meine Leserschaft ist ja noch relativ jung; Engagierte können sich beispielsweise in die seismologische Forschung einsteigen. Oder beim THW. Lernen und Forschen – für eine bessere Zukunft : )

In diesem Sinne,
horst


Freitag, 21. Januar 2011

Vorschau der nächsten Wochen

Hey Leute, lange nicht gelesen : )
Ich hatte die letzten Wochen über leider wenig Zeit und es wird in absehbarer Zeit wohl auch nicht viel besser werden. Trotzdem will ich natürlich meinen Blog nicht vor sich hin stauben lassen und liefere euch schon mal eine kleine Liste an Themen, die auf meiner To-Do Liste stehen:

  • Was tun bei Schlaflosigkeit? Ein paar mehr oder weniger sinnvolle Vorschläge an Dingen, die man bei Schlaflosigkeit anstellen kann. Vielleicht auch ein paar biologische Fakten zu dem Phänomen oder Lösungsvorschläge, da ich in meinem Freundeskreis (und leider auch bei mir) irgendwie vermehrt dieses Problem feststelle.
  • Stolz und Ehre. Meine persönliche Definition und Wertung dieser Begriffe. Bedeutung in unserer Gesellschaft, Ausdrucksformen usw.
  • Integration. Eine persönliche Einschätzung darüber, warum ich mich als integriert ansehe, was Integration für mich bedeutet und eine kleine Anmerkung zu der derzeitigen Debatte.
  • Kurzgeschichte. Mit Mini und Joana an Bord wird kreativ in die Tasten gehauen.
  • Horsts Weltverbesserer Tag/Woche. Eigene oder eure Vorschläge werden eine Woche oder einen Tag lang von mir durchgezogen und dokumentiert. Ich denke da an Aktionen wie eine Woche vegetarisch leben, einen Tag lang nett zu allen(!) sein oder sowas. Eine gute Tat halt um zu zeigen, wie toll es ist zu helfen. Bei diesem Punkt bin ich auch noch nicht ganz fertig, aber es soll so in diese Richtung gehen. Wenn ihr Ideen dazu habt, her damit!
  • To-Do Liste fürs Leben. Eine Liste von Dingen, die man im Leben mal getan haben muss! Aktive Beteiligung der Leser erlaubt, erwünscht, und benötigt.

Wenn ihr sonst allgemein Ideen bzw. Themen habt, die ich behandeln soll, dann teilt sie mir doch bitte mit : ) Vorschläge sind sehr willkommen. Oder schreibt mir, welche von diesen Themen ihr eher lesen wollt, als die anderen. Oder schreibt mir was ihr gerne tut, wenn ihr glücklich seid. Interessiert mich grad spontan. : D

Und zum Schluss ein wurstiges Lied, das mir ein wurstiges Mädchen geschickt hat.


Möget ihr nie euren Haustürschlüssel vergessen.
Horst